Die Geschichte von Hattenhofen

 in Wort und Bild

Die ländliche Gemeinde  liegt am Fuße der Schwäbischen Alb, eingebettet von Streuobstwiesen.
Sie sind herzlich eingeladen zu einem Rundgang durch unsere Gemeinde und zu einem kurzen geschichtlichen Überblick.

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Hattenhofen im Wandel
Folge 006
Spaziergang 

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Hattenhofen im Wandel
Folge 005
Der Rössleplatz

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Hattenhofen im Wandel
Folge 004
Kirche und Widumhof

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Hattenhofen im Wandel
Folge 003
Rathaussanierung

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Hattenhofen im Wandel
Folge 002
Das Rathaus

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Hattenhofen im Wandel
Folg e 001

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Die Klärteiche von Hattenhofen

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Die Seen von Hattenhofen

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Winterwunderland, Hattenhofen und Umgebung

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Schmetterlinge im Ländle

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Vögel im Ländle

Das Rathaus

ist 1698 als Schul- und Rathaus erbaut worden, also 50 Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg.  

Es gab aber vorher schon ein Rathaus, das offenbar im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt, vielleicht sogar zerstört worden war. 

Rathaus / Abendstimmung

1901 wurde das Rathaus umgebaut. Die überdachte Außentreppe wurde beseitigt und der Aufgang von außen in das Innere des Hauses verlegt.

Die Arrestzelle kam auf die Bühne und mehrere Zwischenwände mussten beseitigt werden. 1902 berieten die Gemeinderäte über den Antrag vom Schultheiß über die Einrichtung von 4 elektrischen Lampen. 

Platz vor dem Rathaus

Eine erste Ansiedlung soll es schon in den Jahren 700-900 gegeben haben. Hierüber fehlen allerdings genaue Nachweise.  

Zum ersten Mal erscheint der Name "Hattenhofen" in einer Urkunde des Jahres 1275.

Ortsansicht, Nordseite

Kreuzzüge im 11. + 12. Jh.
Auf der Synode in Lyon wurde 1274 unter Papst Gregor X. beschlossen, das zur Bestreitung der Unkosten alle Inhaber von kirchlichen Pfründen sechs Jahre lang (1274 bis 1280) von ihren Einkünften den 10. Teil abzugeben haben. 

Ortsansicht , Südseite

Hattenhofen gehörte damals zum Bistum Konstanz. Dort wurde ein Zehntbuch geführt. (der liber decimationis) in dem die Forderungen und Einnahmen festgehalten wurden. In diesem Steuerbuch sind sämtliche Pfarreien aufgeführt sind. 

Farrenstall wird heute als Bürgerhaus genützt.

Im Jahr 1275 ist auch Hattenhoven erwähnt und zur Zahlung verpflichtet. Das bedeutet, um 1275 hatte also unser Dorf schon eine Kirche und einen Priester. 

Hattenhofen hatte eine wechselvolle Geschichte. 

Im Laufe der Zeit wechselten immer wieder die Besitzer. Wenn die Fürsten in Geldnot waren wurde eben mal ein Dorf verkauft. 

Ab 1485 wurde Hattenhofen dem Amt Göppingen angegliedert. 

Andreas Kieser

Der Dreißigjährige Krieg war vorbei und Herzog Friedrich Carl von Württemberg beauftrage einen gewissen Andreas Kieser mit der Landesvermessung in Württemberg. 

Zweck der topographischen Arbeit war die Wiederaufforstung der durch den Dreißigjährigen Krieg in Mitleidenschaft gezogenen Waldbestände des Landes. 

Die Kiesersche Forstkarte die in der Zeit von 1680 – 1687 entstand und gilt als erstes Werk zur Landesvermessung in Württemberg. 

Nach dem 30 jährigen  Krieg 1618-1348 und der Pest  lag Hattenhofen in Schutt und Asche. 


Ein Großteil der Gebäude war abgebrannt. Die Felder waren verwildert. Die Mühle war abgebrannt, Rathaus und Kirche waren nicht mehr benutzbar. 

Viele Bewohner waren vor Angst und Schrecken in die Wälder geflohen weil sich Überfälle häuften. 


Nur fünf Bürger überlebten diese Zeit. Im Sterbe-register des Kirchenarchivs fehlen die Eintragungen aus den Jahren 1635 bis 1652, weil niemand mehr da war der sie hätte vornehmen können. 

Drei Jahre später werden noch 5 Bürger gemeldet. Mit Frauen, Kindern, Knechten und Mägden werden es nicht mehr als 20 bis 30 Einwohner gewesen sein.

Nach der alten Oberamtsbeschreibung nahmen noch 8 Personen am Abendmahl teil, als 1648 der Krieg zu Ende war. 

Blätter zur Kirchengeschichte im Jahr 1649 berichten, Hattenhofen war öde und wüst.

1654 zählte man schon  wieder 100 Einwohner.

In der Beschreibung des Oberamts Göppingen von 1844 ist zu lesen. 

Das Dorf besteht besteht aus den nur einige Schritte entfernten Weilern Reustadt und dem sogenannten inneren Dorf, später Zebedai genannt. 

So verdankt Hattenhofen seine Form keiner einheitlichen Siedlung, sondern ist im Laufe von Jahrhunderten aus diesen 3 Teilgemeinden zusammengewachsen. 

Das besondere Haus

Die Aussegnungshalle

Katholische Kirche

Aus Alt-Hattenhofen hat sich eine moderne ländliche Gemeinde entwickelt, in der es sich gut leben läßt.

Stammhaus der Familie Uhland

Die Familie des Dichters Ludwig Uhland, lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Als erster Vorfahre des Dichters wird der Zimmermann Jakob Uhland in den Kirchenbüchern der Gemeinde Boll 1653 erwähnt.  

Einige Jahre später zog er mit seiner Frau Engla (Angelika) und drei Kindern nach Hattenhofen und lässt sich als Zimmermann im Ortsteil Zepedäi nieder.

Dieser Jakob Uhland hat aber auch seine Geschichte, im Kirchenbuch wird er als gottloser Verächter des Wortes und der Sakramente erwähnt wird. 

Dorflinde

Die Dorflinde beim Nordeingang der Kirche war ca. 300 bis 400 Jahre alt. Sie wurde 1954 gefällt. 

Dort tagte unter freiem Himmel das peinliche Halsgericht. Man sprach auch von der Gerichtslinde. 

Später wurde im Rathaus verhandelt. Wenn jemand aufgrund eines Deliktes z.B. Mord, Notzucht, Meineid, Ketzerei usw. durch den Strick oder das Schwert ins Jenseits befördert werden sollte. 

Gemeindebackhaus

Fast jeder Bauer hatte in der Vergangenheit Zeit sein eigenes Backhaus (Ofenhäusle). 

Wer keinen eigenen Backofen hatte, brachte den Teig zum gemeindeeigenen Backhaus in die Ledergasse. 

Anfangs sollten die Beteiligten das Holz selbst mitbringen und dem bestellten Aufseher 5 Kreuzer für einen Ofen abliefern. 

Als diese Regelung nicht so recht klappte beschloss der Gemeinderat einen Gemeindebäcker anzustellen, der das Holz anschaffen und die Öfen zu pflegen hatte. 

Eine Statistik des Oberamts aus dem Jahr 1861 zeigt, dass es in Hattenhofen 91 Webstühle gab,. 51 Webmeister und 40 Gehilfen. 

Wenn wir uns heute die Weberhäuser ansehen, kann man sich kaum vorstellen, wie in der kleinen Stube, neben dem Webstuhl der fast den ganzen Raum ausfüllte und der kleinen Schlafkammer die Mensche lebten. 

Kaufladen

Die Eltern von Emil Walter hatten schon vor dem ersten Weltkrieg einen Dorfladen in Hattenhofen. Es war ein sogenanntes Gemischtwarengeschäft. Die Gemeinde zählte damals um die 800 Einwohner um in die Stadt nach Göppingen zu kommen war ein zweistündiger Fußmarsch notwendig. Deshalb waren die Bewohner des Ortes auf ihren Dorfladen angewiesen.  

Der Bote Frank fuhr mit seinem einfachen Planwagen zweimal wöchentlich nach Göppingen zum Güterbahnhof um Waren zu holen. So versorgte er unter anderem auch den Dorfladen mit Waren. Den Großteil der Waren bildeten die Lebensmittel und Haushaltsartikel.  

Heute ist hier die Apotheke untergebracht

Wenn dieses Haus erzählen könnte?

Einmal kam ein kleiner Bub mit einem Trinkglas und verlangt für 10 Pfennig Senf. Der Kaufmann füllte das Glas. Dann hielt er dem Kleinen die Hand entgegen und fragte: „Wo hasch dei Geld?“ Des isch im Gläsle ondadrin“, war die Antwort.

 Nun muss man wissen, dass der Vater von Emil Walter 40 Jahre seines Lebens blind war. Er war etwa 45 Jahre alt, als sein Augenleiden in völlige Blindheit überging. 

Wasserversorgung
Das Dorf war in früheren Zeiten gut mit Wasser versorgt. Fast jeder Bauer hatte seinen Privatbrunnen. Dazu kamen 16 öffentliche Gemeindebrunnen. Der letzte stand bei der Linde, an der Abzweigung von Albershauser- u. Schliebacher Straße.  

Immer wieder fielen in heißen Sommern manche Brunnen aus, vor allem im Oberdorf, dann musste man hinunter zum Haldenbrunnen um Wasser zu holen. Die meisten Brunnen waren Schöpfbrunnen, d.h. mit einem Eimer an einer Kette oder einem Seil wurde das Wasser aus der Tiefe heraufgeholt. 

Der Sauerbrunnen.
Die Quelle des Sauerbrunnens sprudelt schon viele Jahrhunderte. Dr. Johannes Bauthin, der Leibarzt des württembergischen Herzogs hat folgendes geschrieben:

Nicht weit von Pliensbach, ist ein kleines Dörflein oder Weyer, Rewenstatt genannt, alda es einen Sauerbrunnen hat, welcher sehr gelobt wird. 

Ich versuchte ihn, habe vor dem Nachtessen einen guten Trunk davon getan, er hat mir nicht geschadet.  Er hat einen herben Geschmack wie der Brunn zu St. Peter, dem Bistum Straßburg. Die Bauern messen ihm einen Geschmack zu, wie Erz oder Kupfer, daher sagen sie, es kupfert. Mich aber dünkt, er schmeckt wie Eisenrost. 

Die Sillerhalle damals und heute

Die Katharine-Weeger-Siller-Stiftung
Als am 14. September 1921 setzte Ernst Jakob Siller, seinen Namen unter die Stiftungsurkunde. Er wollte seinem Heimatdorf ein Zentrum zur Pflege des Gemeindelebens schaffen. 

Am 5. April 1923 wurde das Gebäude eingeweiht. Es enthielt einen Kindergarten mit Wohnung für die Kinderschwester, zwei Räume zur Abhaltung von Bibel- u. Gesangsstunden und sonstigen Versammlungen. 

Ein Lesezimmer mit Bücherei, eine Küche, einen Handarbeitsraum, einen Baderaum, eine Wohnung für die Gemeindeschwester und eine Turn- und Festhalle.

Kindergarten und Seniorenzentrum

Der Kindergarten

1866 beschloss der Gemeinderat beschloss, die 18jährige Kathrine Jauß ein nach Groß-Heppach zur Ausbildung als Kindergärtnerin zu schicken.  Als diese dann 1867 mit gutem Abschluss zurückkam, hatten es sich die bürgerlichen Räte anders überlegt. Sie lehnten die Einrichtung eines Kindergartens ab, weil der bevorstehende Schulhausbau zu viel Geld kosten werde. 

Dem damalige Pfarrer war ein Kindergarten wichtig deshalb hatte wohl angeregt, ein Gesuch an das Königshaus zu schicken mit der bitte um Unterstützung.  Dem Gesuch wurde entsprochen. So bekam die Gemeinde 50 Gulden jährlich aber nur unter der Bedingung, dass auch die Gemeinde 50 Gulden dazu gibt.

Seniorenzentrum 

Am 26.04.2006 hat der Gemeinderat Hattenhofen eine Entscheidung über die Vergabe für den Bau eines Seniorenzentrums getroffen. 

Am 06. September 2007 wurde der erste Spatenstich für das gemeinsames Seniorenwohnheim in Hattenhofen gefeiert. 

Am 25.01.2008 wurde das Richtfest gefeiert werden und am 01.Oktober2008 konnte das Seniorenzentrum seinen Betrieb aufnehmen.

Reustadt

Die ehemalige Mühle
wird schriftlich erstmals 1524 im Kellerbuch von Göppingen erwähnt. Dort heißt es: Die Mahlmühle liegt zwischen Gemeinde und Burgstall.

Der Butzbach war als Kraftquelle für eine Mühle unzuverlässig.

1719 beklagen sich die Müller in einem Brief beim Amtmann in Göppingen: Die Reustadter Mühle ist nur eine Bachmühle, aber weil das Wasser oft versiegt manchmal 8 oder mehr Wochen kann nicht gemahlen werden. Deshalb müssen die Müller selbst in anderen Orten mahlen, so dass für sie nichts übrig bleibt. Sie sind so arm, dass die Mäuß in der Mühl wegen Hungers gestorben sind.

Die ehemalige Mühle, heute ein Wohnhaus

Das Wasser des Butzbachs wurde am Wehr, gestaut und durch einen Kanal hinter der Fabrik Binder zu einem Speichersee geleitet. 

1906 hat der letzte Müller den Betrieb eingestellt. 

1910 wurde auf Ersuchen des damaligen Schlossermeisters Georg Allgaier, der in der Mühle eine mechanische Werkstatt einrichtetet. 

1919 erwarb Georg Allgaier das ehemalige Terrazzo-Werk in Uhingen woraus sich dann die heutigen Allgaier-Werke entwickelten.

Übergang nach Reustadt.

Der Ortsteil Reustadt
Reustadt, hatte lange Zeit seine eigene Geschichte. Der Butzbach bildete schon in alamannischer Zeit die Grenze zwischen Filsgau und Neckargau.  

Die Reustadter Burg muss oberhalb des Sauerbrunnens gestanden haben. 

1555 wurde der Burgstall im Lagerbuch von Hattenhofen noch erwähnt. Hat aber keine besondere Bedeutung gehabt. 

Zu der Burg gehörten auch ein Wirtschaftshof und eine Mühle mit Mahlzwang für die Bauern der Gegend. 

Reustadt heute

Schopflenberg, Bezgenriet und Reustadt gehörten bis zur Reformation zu der Pfarrei Uhingen  die seit 1333 zum Kloster Adelberg gehörte. 

Das Kloster besaß bis zur Reformation 3 Höfe, die als Lehen an Reustädter Bauern ausgegeben waren. 

Wann Reustadt politisch mit Hattenhofen vereinigt wurde, ist nicht bekannt. 

Wahrscheinlich erfolgte die Zusammenlegung der beiden Teilgemeinden zur Zeit der Zähringer oder Aichelberger Herrschaft um 1200.

1836 beklagten sich die Reustädter Gemeinderäte, dass eine Brücke nötig wäre weil bei hohem Wasserstand die Verbindung zum Dorf unterbrochen sei. 

Erst 1846 wurde zwischen den beiden Teilen eine Brücke gebaut. Bis dahin musste eine Furt benützt werden. 

Da schon 1555 der Flurnamen Bruckwiesen genannt ist, kann man vermuten, dass vielleicht früher schon mal eine Holzbrücke vorhanden war.

Die Zehntscheuer

Die Reustädter Bauern waren sich ihrer Eigenständigkeit immer bewusst. 

Noch 1839 wehrten sie sich dagegen, dass sie wie die Hattenhofer Bauern, den großen Fruchtzehnten abliefern sollten, anstatt wie bisher den Reustädter Zehnten, der abgesondert vom Hattenhofer Zehnten verwaltet wurde.

Eine Begebenheit.

Es gab aber auch Leute, die in ihrem ganzen Leben kaum über den Ortsbereich hinausgekommen sind. 

So wird von "Strailes Kätter" erzählt, dass sie im höheren Alter einmal mit Bekannten zu Fuß nach Ebersbach unterwegs gewesen sei und das Filstal vor sich liegen sah,  verwundert gerufen hat: Ja, allmächtiger Gott, ist den die Welt so groß.

Omnibusverkehr.

D
er Benzinmotor war inzwischen erfunden. 1925 kaufte Heinrich Frank einen alten Lastwagen von der Ziegelei in Heiningen und begann mit ihm die Beförderung der Arbeiter nach Göppingen. 

Die Fahrgäste saßen eng zusammengedrängt auf einfachen Schrannen. Bequem war das sicher nicht. Man spürte jedes Schlagloch, denn das Fahrzeug hatte noch Vollgummireifen. 

Damit man noch mehr mitnehmen konnte musste später Schreiner Fauser die Ladefläche nach hinten verlängern und so wurde 8 weiteren Arbeitern der tägliche Fußmarsch nach Göppingen erspart.

Der erste Omnibusverkehr
Allerdings wenn es regnete wurde alle die hinten auf der Ladefläche saßen nass. 

Um die Fahrgäste gegen die Unbilden der Witterung zu schützen, schreinerte Karl Fauser aus Holz einen Aufbau. 

Der so entstandene Omnibus reizte die Göppinger aber auch zum Spott. 

Bald war der Wagen im ganzen Kreis als „Hattenhofer Healeskist“ bekannt. 

(Heala = junge Hühner, Küken).

Hochzeitswagen von Katharine Siller um 1900. 

Heiratete eine Hattenhofenerin nach auswärts, wurde die Aussteuer auf einem Wagen aufgeladen. 

Auf diesem Brautwagen befanden sich gewöhnlich 3 Kästen (Schränke) mit Weißzeug, 2 Bettladen mit den Federbetten, ein Tisch, Stühle, Küchenkasten und Schmalztöpfe, Eier und Mehl. 

Der Postbote Georg Frank um 1900

Etwa von 1877 bis 1902 war Jakob Straub der Postbote. Er musste die Post in Bezgenriet mit einem zweirädrigen Blechkarren abzuholen. 

Bei ihm konnten auch Pakete abgegeben. 
Da der Post-Wagen mit den 2 Deichseln beschwerlich zu ziehen oder zu schieben war, spannte er gelegentlich einen großen Bernhardiner vor den Wagen. 

Sein Nachfolger Joh. Georg Frank aus der Ledergasse der zunächst die Post auch noch in Bezgenriet abholte, kaufte einen kleinen Esel und spannte ihn vor den Wagen.

Schuhmacher

Vor dem 1. Weltkrieg gab es 4-5 Schuhmacher in Hattenhofen.

Theodor Frank war während des 2. Weltkrieges der einzige Schuhmacher im Dorf. 

Für neue Schuhe gab es kaum Leder zu kaufen.  Manchmal gelang es, die Haut von einem notgeschlachteten Rind zu bekommen. 

Das Haus von Theodor Frank hatte vorher als Metzgerei gedient. 

Es wurde 1928 vom Metzger Fritz erworben. Da das untere Stockwerk sehr nieder war, entschloss man sich, das ganze Gebäude mit Winden um 70 Zentimeter zu erhöhen. 

Aus der Oberamts-beschreibung aus dem Jahre 1844 von Finanzrat Moser ist über die Bevölkerung des Dorfes folgendes zu erfahren: 

Die großen, hübsch gebildeten Einwohner sind tätig und sparsam und der Nahrungsstand ist im Ganzen gut. Er beruht vornehmlich auf Landwirtschaft

Die Landwirtschaft

In der Heuet gab es für die Bauern lange Tage, die oft von morgens 2 Uhr bis abends 22 Uhr dauerten. 

Es wurde von Hand gemäht. 

Das Getreide wurde bis etwa 1880 mit der Sichel geschnitten. Mit einem Holzrechen musste alles zusammen gerecht und mit Gabeln aufgeladen werden. 

Am Abend schließlich mussten die Wagen wieder abgeladen und das Heu  auf dem Heuboden verstaut werden.

1902 kam die Elektrizität ins Dorf. Nach und nach entschlossen sich die Bauern, die neumodischen Elektromotoren als Antriebskraft für Dreschmaschinen und Futterschneidemaschinen anzuschaffen.

Einige Daten über die Entwicklung Landtechnik in Hattenhofen.

1902 erster Elektromotor,    1910 erster Gabelheu-wender, erste Sämaschine.

1937 erster Traktor,              1949 Traktor mit Mähwerk und Pflug.

1952 gab es die erste Melkmaschine im Dorf und 1959 wurde der erste Mähdrescher angeschafft.

Firma Albert Blessing Nachf. Beuttenmüller GmbH. Bereits im Jahre 1889 wurde das Unternehmen zu einer Molkereigenossenschaft. 

Aus dem einstigen Molkereibetrieb entwickelte sich der heutige Frischdienst für Molkereiprodukte.

Das erste Fahrzeug, das Dreirad ist bald zu klein geworden und so kaufte man sich einen Opel P4 Kastenwagen.

Eine nette Begebenheit hat sich einmal zugetragen:

Beim Besuch eines Kunden wurde dem Verkäufer erklärt, dass man bei ihm nichts kaufen werde. 

Auf seine Frage warum, wurde ihm folgendes gesagt:

„Mo Sia s`letschte Mol in ihr Auto nei gschtiega send, hent se zu ihrem Fahrer gseit: 

Der Donnderwedder der wois heit au et was er will“. 

Die Hattenhofer Feuerwehr

Feuerwehr
Feuerwehren gab es schon früher. Bei einem Brand hatten alle Bewohner der Gemeinde die Pflicht zu helfen. 

Im Hause hing griffbereit der Feuereimer, der anfangs aus Leder, später aus Holz war. 

Lange Zeit hatte Hattenhofen keine eigene Feuerspritze. 

Aus dem Jahr 1785 wissen wir, dass die Gemeinden Boll, Bezgenriet und Hattenhofen gemeinsam eine Spritze hatten.

1827 war die Feuerspritze der Gemeinden Bezgenriet und Hattenhofen in Bezgenriet stationiert.

 Im Brandfall musste ein Feuerreiter im Nachbarort und die Spritze holen. 

Ein Unwetter zieht über Hattenhofen

Unwetter in Hattenhofen
Am 30. Mai 2008 tobte ein Sturm mit Starkregen über dem Dorf. Die Feuerwehr musste ausrücken um vollgelaufene Keller leer zu pumpen. 

Unten am Sauerbrunnen, hatte das Unwetter gewütet. Innerhalb kürzester Zeit lagen Berge von Hagelkörnern auf den Straßen. 

Anschließend kam es zu einem Hagelschlag der einen großen Schaden anrichtete. 

Selbst nachdem die Hagelkörner bereits 30 Minuten auf dem Boden lagen, hatten sie noch eine stattliche Größe.