Willkommen in Hattenhofen
Die Geschichte von Hattenhofen in Wort und Bild
Die ländliche Gemeinde liegt am Fuße der Schwäbischen Alb, eingebettet von Streuobstwiesen. Du bist herzlich eingeladen zu einem Rundgang durch unsere Gemeinde und zu einem kurzen geschichtlichen Überblick.
Das Wappen von Hattenhofen
In Rot auf grünem Hügel zwischen zwei goldenen (gelben) Laubbäumen ein silbernes (weißes) Haus mit spitzem silbernem (weißem) Ziegeldach, geschlossener Tür und zwei Fenstern.
Nach dem Jahre 1916 führte die Gemeinde ein auch im Dienstsiegel belegtes Wappen, in dem ein Haus nebst einem Baum den Begriff „Hof" und damit den zweiten Bestandteil des Gemeindenamens anspricht. Die Stelle des zweiten Baumes nahm damals noch ein silbernes Obereck ein, das vom Wappen der Grafen von Aichelberg abgeleitet war. Im Jahre 1959 legte die Gemeinde die jetzige, ansprechendere Form des Wappens fest. Diese Verbesserung wurde vom Innenministerium anlässlich der Flaggenverleihung am 15. August 1959 bestätigt.
Willkommen in Hattenofen
2025 das große Jubiläum
Eine Besiedlung auf der Gemarkung lässt bis in die Römerzeit nachweisen. Der Ortsname leitet sich von einem alemannischen Geschlecht der Hatto oder der Hatten ab. Ursprünglich bestand Hattenhofen aus drei Ortsteilen. Das waren die Ortsteile Reustadt und Zebedäi sowie dem eiigentlichen Siedlungskern. Im Laufe der Jahre sind die einzelnen Ortsteile schließlich zu einem Dorf zusammengewachsen sind.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Hattenhoven erfolgte 1275 im Liber decimationis, dem Zehntbuch des Bistums Konstanz.
- Mit der Grafschaft von Aichelberg kam Hattenhofen von 1334 bis 1339 an Württemberg.
- Bis 1365 war der Ort an die Herren von Lichtenstein verpfändet.
- Nach vorübergehender Zugehörigkeit zum Amt Kirchheim kam Hattenhofen 1485 an das Amt Göppingen.
- Der Dreißigjährige Krieg und die Pest forderten auch in Hattenhofen ihren Tribut. Von ehemals 600 Einwohnern haben bis 1637 nur 20 überlebt.
Senioren aus Hattenhofen im Landtag
56 Bürgeinnen und Bürger erleben am 30. Januar 2026 Politik hautnah.
Eine besondere Einladung führte 56 Seniorinnen und Senioren des Seniorenfrühstücks in den Landtag von Baden‑Württemberg. Begrüßt wurde die Gruppe von Herrn Reber, dem Büroleiter der Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi, der die Gäste herzlich willkommen hieß und ihnen erste Einblicke in die Arbeitsweise des Parlaments vermittelte. Im Anschluss folgte eine ausführliche Führung durch das Landtagsgebäude. Die Besucherinnen und Besucher erfuhren Wissenswertes über Geschichte, Architektur und die Abläufe des politischen Betriebs. Ein Höhepunkt war der Besuch des Plenarsaals, in dem die Gruppe auf den Abgeordnetenplätzen Platz nehmen durfte – ein Moment, der für viele spürbar beeindruckend war. Besonders viel Zeit nahm sich danach Ministerin Nicole Razavi selbst. In einer offenen Gesprächsrunde von rund eineinhalb Stunden beantwortete sie zahlreiche Fragen der Seniorinnen und Senioren – von aktuellen politischen Themen bis hin zu persönlichen Beweggründen für ihr Engagement. Die Teilnehmenden zeigten großes Interesse und nutzten die Gelegenheit für einen lebendigen Austausch.
Am Ende des Besuchs war die Begeisterung in der Gruppe deutlich zu spüren. Wolfgang Liebrich bedankte sich im Namen aller bei Frau Razavi und Herrn Reber, dem er als kleines Geschenk einen guten Tropfen aus der Region überreichte. Viele äußerten, wie wertvoll es sei, Politik nicht nur aus den Medien zu kennen, sondern direkt vor Ort erleben zu können. Der Ausflug in den Landtag wird den Seniorinnen und Senioren sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Die Geschichte von Hattenhofen in Wort und Bild
Das Rathaus
ist 1698 als Schul- und Rathaus erbaut worden, also 50 Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg.
Es gab aber vorher schon ein Rathaus, das offenbar im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt, vielleicht sogar zerstört worden war.
Rathaus/Abendstimmung
1901 wurde das Rathaus umgebaut. Die überdachte Außentreppe wurde beseitigt und der Aufgang von außen in das Innere des Hauses verlegt.
Die Arrestzelle kam auf die Bühne und mehrere Zwischenwände mussten beseitigt werden. 1902 berieten die Gemeinderäte über den Antrag vom Schultheiß über die Einrichtung von 4 elektrischen Lampen.
Platz vor dem Rathaus
Eine erste Ansiedlung soll es schon in den Jahren 700-900 gegeben haben. Hierüber fehlen allerdings genaue Nachweise.
Zum ersten Mal erscheint der Name "Hattenhofen" in einer Urkunde des Jahres 1275.
Ortsansicht, Nordseite
Kreuzzüge im 11. + 12. Jh. Auf der Synode in Lyon wurde 1274 unter Papst Gregor X. beschlossen, das zur Bestreitung der Unkosten alle Inhaber von kirchlichen Pfründen sechs Jahre lang (1274 bis 1280) von ihren Einkünften den 10. Teil abzugeben haben.
Ortsansicht , Südseite
Hattenhofen gehörte damals zum Bistum Konstanz. Dort wurde ein Zehntbuch geführt. (der liber decimationis) in dem die Forderungen und Einnahmen festgehalten wurden. In diesem Steuerbuch sind sämtliche Pfarreien aufgeführt sind.
Farrenstall
Der ehemalige Farrenstall wird heute als Bürgerhaus genützt.
Im Jahr 1275 ist auch Hattenhoven erwähnt und zur Zahlung verpflichtet. Das bedeutet, um 1275 hatte also unser Dorf schon eine Kirche und einen Priester.
Hattenhofen hatte eine wechselvolle Geschichte.
Im Laufe der Zeit wechselten immer wieder die Besitzer. Wenn die Fürsten in Geldnot waren wurde eben mal ein Dorf verkauft. Ab 1485 wurde Hattenhofen dem Amt Göppingen angegliedert.
Andreas Kieser
Der Dreißigjährige Krieg war vorbei und Herzog Friedrich Carl von Württemberg beauftrage einen gewissen Andreas Kieser mit der Landesvermessung in Württemberg.
Zweck der topographischen Arbeit war die Wiederaufforstung der durch den Dreißigjährigen Krieg in Mitleidenschaft gezogenen Waldbestände des Landes.
Die Kiesersche Forstkarte die in der Zeit von 1680 – 1687 entstand und gilt als erstes Werk zur Landesvermessung in Württemberg.
Nach dem 30 jährigen Krieg 1618-1348 und der Pest lag Hattenhofen in Schutt und Asche.
Ein Großteil der Gebäude war abgebrannt. Die Felder waren verwildert. Die Mühle war abgebrannt, Rathaus und Kirche waren nicht mehr benutzbar.
Viele Bewohner waren vor Angst und Schrecken in die Wälder geflohen weil sich Überfälle häuften. Nur fünf Bürger überlebten diese Zeit. Im Sterberegister des Kirchenarchivs fehlen die Eintragungen aus den Jahren 1635 bis 1652, weil niemand mehr da war der sie hätte vornehmen können.
Drei Jahre später werden noch 5 Bürger gemeldet. Mit Frauen, Kindern, Knechten und Mägden werden es nicht mehr als 20 bis 30 Einwohner gewesen sein.
Nach der alten Oberamtsbeschreibung nahmen noch 8 Personen am Abendmahl teil, als 1648 der Krieg zu Ende war.
Blätter zur Kirchengeschichte im Jahr 1649 berichten, Hattenhofen war öde und wüst. 1654 zählte man schon wieder 100 Einwohner.
In der Beschreibung des Oberamts Göppingen von 1844 ist zu lesen.
Das Dorf besteht besteht aus den nur einige Schritte entfernten Weilern Reustadt und dem sogenannten inneren Dorf, später Zebedai genannt.
So verdankt Hattenhofen seine Form keiner einheitlichen Siedlung, sondern ist im Laufe von Jahrhunderten aus diesen 3 Teilgemeinden zusammengewachsen.
Aus Alt-Hattenhofen hat sich eine moderne ländliche Gemeinde entwickelt.
Stammhaus der Familie Uhland
Die Familie des Dichters Ludwig Uhland, lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Als erster Vorfahre des Dichters wird der Zimmermann Jakob Uhland in den Kirchenbüchern der Gemeinde Boll 1653 erwähnt.
Einige Jahre später zog er mit seiner Frau Engla (Angelika) und drei Kindern nach Hattenhofen und lässt sich als Zimmermann im Ortsteil Zepedäi nieder.
Dieser Jakob Uhland hat aber auch seine Geschichte, im Kirchenbuch wird er als gottloser Verächter des Wortes und der Sakramente erwähnt wird.
Dorflinde
Die Dorflinde beim Nordeingang der Kirche war ca. 300 bis 400 Jahre alt. Sie wurde 1954 gefällt.
Dort tagte unter freiem Himmel das peinliche Halsgericht. Man sprach auch von der Gerichtslinde. Später wurde im Rathaus verhandelt. Wenn jemand aufgrund eines Deliktes z.B. Mord, Notzucht, Meineid, Ketzerei usw. durch den Strick oder das Schwert ins Jenseits befördert werden sollte.
Gemeindebackhaus
Fast jeder Bauer hatte in der Vergangenheit Zeit sein eigenes Backhaus (Ofenhäusle).
Wer keinen eigenen Backofen hatte, brachte den Teig zum gemeindeeigenen Backhaus in die Ledergasse.
Anfangs sollten die Beteiligten das Holz selbst mitbringen und dem bestellten Aufseher 5 Kreuzer für einen Ofen abliefern.
Als diese Regelung nicht so recht klappte beschloss der Gemeinderat einen Gemeindebäcker anzustellen, der das Holz anschaffen und die Öfen zu pflegen hatte.
Eine Statistik des Oberamts aus dem Jahr 1861 zeigt, dass es in Hattenhofen 91 Webstühle gab,. 51 Webmeister und 40 Gehilfen.
Wenn wir uns heute die Weberhäuser ansehen, kann man sich kaum vorstellen, wie in der kleinen Stube, neben dem Webstuhl der fast den ganzen Raum ausfüllte und der kleinen Schlafkammer die Menschen lebten.
Die Sillerhalle damals und heute
Die Katharine-Weeger-Siller-Stiftung
Als am 14. September 1921 setzte Ernst Jakob Siller, seinen Namen unter die Stiftungsurkunde. Er wollte seinem Heimatdorf ein Zentrum zur Pflege des Gemeindelebens schaffen.
Am 5. April 1923 wurde das Gebäude eingeweiht. Es enthielt einen Kindergarten mit Wohnung für die Kinderschwester, zwei Räume zur Abhaltung von Bibel- u. Gesangsstunden und sonstigen Versammlungen.
Ein Lesezimmer mit Bücherei, eine Küche, einen Handarbeitsraum, einen Baderaum, eine Wohnung für die Gemeindeschwester und eine Turn- und Festhalle.
Innenbereich
Innenbereich
Innenbereich
Innenbereich
Innenbereich
Innenbereich
Die alte Sillerhalle wird abgebrochen
Neubau Sillerhalle
Neubau Sillerhalle
Neubau Sillerhalle
Neubau Sillerhalle
Neubau Sillerhalle
Neubau Sillerhalle
Die neue Sillerhalle
Die neue Sillerhalle
Der Ortsteil Reustadt
Die ehemalige Mühle
wird schriftlich erstmals 1524 im Kellerbuch von Göppingen erwähnt. Dort heißt es: Die Mahlmühle liegt zwischen Gemeinde und Burgstall.
Der Butzbach war als Kraftquelle für eine Mühle unzuverlässig.
1719 beklagen sich die Müller in einem Brief beim Amtmann in Göppingen: Die Reustadter Mühle ist nur eine Bachmühle, aber weil das Wasser oft versiegt manchmal 8 oder mehr Wochen kann nicht gemahlen werden. Deshalb müssen die Müller selbst in anderen Orten mahlen, so dass für sie nichts übrig bleibt. Sie sind so arm, dass die Mäuß in der Mühl wegen Hungers gestorben sind.
Die ehemalige Mühle, heute ein Wohnhaus
Das Wasser des Butzbachs wurde am Wehr, gestaut und durch einen Kanal hinter der Fabrik Binder zu einem Speichersee geleitet.
1906 hat der letzte Müller den Betrieb eingestellt.
1910 wurde auf Ersuchen des damaligen Schlossermeisters Georg Allgaier, der in der Mühle eine mechanische Werkstatt einrichtetet.
1919 erwarb Georg Allgaier das ehemalige Terrazzo-Werk in Uhingen woraus sich dann die heutigen Allgaier-Werke entwickelten.
1836 beklagten sich die Reustädter Gemeinderäte, dass eine Brücke nötig wäre weil bei hohem Wasserstand die Verbindung zum Dorf unterbrochen sei.
Erst 1846 wurde zwischen den beiden Teilen eine Brücke gebaut. Bis dahin musste eine Furt benützt werden.
Übergang nach Reustadt.
Der Ortsteil Reustadt
Reustadt, hatte lange Zeit seine eigene Geschichte.
Der Butzbach bildete schon in alamannischer Zeit die Grenze zwischen Filsgau und Neckargau.
Da schon 1555 der Flurnamen Bruckwiesen genannt ist, kann man vermuten, dass vielleicht früher schon mal eine Holzbrücke vorhanden war.
Die Reustadter Burg muss oberhalb des Sauerbrunnens gestanden haben.
1555 wurde der Burgstall im Lagerbuch von Hattenhofen noch erwähnt. Hat aber keine besondere Bedeutung gehabt.
Zu der Burg gehörten auch ein Wirtschaftshof und eine Mühle mit Mahlzwang für die Bauern der Gegend.
Schopflenberg, Bezgenriet und Reustadt gehörten bis zur Reformation zu der Pfarrei Uhingen die seit 1333 zum Kloster Adelberg gehörte.
Das Kloster besaß bis zur Reformation 3 Höfe, die als Lehen an Reustädter Bauern ausgegeben waren.
Wann Reustadt politisch mit Hattenhofen vereinigt wurde, ist nicht bekannt.
Wahrscheinlich erfolgte die Zusammenlegung der beiden Teilgemeinden zur Zeit der Zähringer oder Aichelberger Herrschaft um 1200.
Begebenheiten
Die Zehntscheuer
Die Reustädter Bauern waren sich ihrer Eigenständigkeit immer bewusst.
Noch 1839 wehrten sie sich dagegen, dass sie wie die Hattenhofer Bauern, den großen Fruchtzehnten abliefern sollten, anstatt wie bisher den Reustädter Zehnten, der abgesondert vom Hattenhofer Zehnten verwaltet wurde.
Eine Begebenheit.
Es gab aber auch Leute, die in ihrem ganzen Leben kaum über den Ortsbereich hinausgekommen sind.
So wird von "Strailes Kätter" erzählt, dass sie im höheren Alter einmal mit Bekannten zu Fuß nach Ebersbach unterwegs gewesen sei und das Filstal vor sich liegen sah, verwundert gerufen hat: Ja, allmächtiger Gott, ist den die Welt so groß.
Omnibusverkehr.
Der Benzinmotor war inzwischen erfunden. 1925 kaufte Heinrich Frank einen alten Lastwagen von der Ziegelei in Heiningen und begann mit ihm die Beförderung der Arbeiter nach Göppingen.
Die Fahrgäste saßen eng zusammengedrängt auf einfachen Schrannen. Bequem war das sicher nicht. Man spürte jedes Schlagloch, denn das Fahrzeug hatte noch Vollgummireifen.
Damit man noch mehr mitnehmen konnte musste später Schreiner Fauser die Ladefläche nach hinten verlängern und so wurde 8 weiteren Arbeitern der tägliche Fußmarsch nach Göppingen erspart.
Der erste Omnibusverkehr
Allerdings wenn es regnete wurde alle die hinten auf der Ladefläche saßen nass.
Um die Fahrgäste gegen die Unbilden der Witterung zu schützen, schreinerte Karl Fauser aus Holz einen Aufbau.
Der so entstandene Omnibus reizte die Göppinger aber auch zum Spott. Bald war der Wagen im ganzen Kreis als „Hattenhofer Healeskist“ bekannt.
(Heala = junge Hühner, Küken).
Hochzeitswagen von Katharine Siller um 1900.
Heiratete eine Hattenhofenerin nach auswärts, wurde die Aussteuer auf einem Wagen aufgeladen.
Auf diesem Brautwagen befanden sich gewöhnlich 3 Kästen (Schränke) mit Weißzeug, 2 Bettladen mit den Federbetten, ein Tisch, Stühle, Küchenkasten und Schmalztöpfe, Eier und Mehl.
Der Postbote Georg Frank um 1900
Etwa von 1877 bis 1902 war Jakob Straub der Postbote. Er musste die Post in Bezgenriet mit einem zweirädrigen Blechkarren abzuholen.
Bei ihm konnten auch Pakete abgegeben.
Da der Post-Wagen mit den 2 Deichseln beschwerlich zu ziehen oder zu schieben war, spannte er gelegentlich einen großen Bernhardiner vor den Wagen.
Sein Nachfolger Joh. Georg Frank aus der Ledergasse der zunächst die Post auch noch in Bezgenriet abholte, kaufte einen kleinen Esel und spannte ihn vor den Wagen.
Schuhmacher
Vor dem 1. Weltkrieg gab es 4-5 Schuhmacher in Hattenhofen.
Theodor Frank war während des 2. Weltkrieges der einzige Schuhmacher im Dorf.
Für neue Schuhe gab es kaum Leder zu kaufen. Manchmal gelang es, die Haut von einem notgeschlachteten Rind zu bekommen.
Das Haus von Theodor Frank hatte vorher als Metzgerei gedient.
Es wurde 1928 vom Metzger Fritz erworben. Da das untere Stockwerk sehr nieder war, entschloss man sich, das ganze Gebäude mit Winden um 70 Zentimeter zu erhöhen.
Aus der Oberamts-beschreibung aus dem Jahre 1844 von Finanzrat Moser ist über die Bevölkerung des Dorfes folgendes zu erfahren:
Die großen, hübsch gebildeten Einwohner sind tätig und sparsam und der Nahrungsstand ist im Ganzen gut. Er beruht vornehmlich auf Landwirtschaft
Landwirtschaft in Hattenhofen
In der Heuet gab es für die Bauern lange Tage, die oft von morgens 2 Uhr bis abends 22 Uhr dauerten.
Es wurde von Hand gemäht.
Das Getreide wurde bis etwa 1880 mit der Sichel geschnitten. Mit einem Holzrechen musste alles zusammen gerecht und mit Gabeln aufgeladen werden. Am Abend schließlich mussten die Wagen wieder abgeladen und das Heu auf dem Heuboden verstaut werden.
1902 kam die Elektrizität ins Dorf. Nach und nach entschlossen sich die Bauern, die neumodischen Elektromotoren als Antriebskraft für Dreschmaschinen und Futterschneidemaschinen anzuschaffen.
das Pferd wird in der Landwirtschaft durch Traktoren ersetzt
1937 erster Traktor, 1949 Traktor mit Mähwerk und Pflug.
1952 gab es die erste Melkmaschine im Dorf und 1959 wurde der erste Mähdrescher angeschafft.
Mähdrescher um 1960
Erntezeit 1962
Entwicklung der Landtechnik in Hattenhofen.
1902 erster Elektromotor, 1910 erster Gabelheu-wender.
Firma Blessing, Molkereibetrieb
Firma Albert Blessing Nachf. Beuttenmüller GmbH. Bereits im Jahre 1889 wurde das Unternehmen zu einer Molkereigenossenschaft.
Aus dem einstigen Molkereibetrieb entwickelte sich der heutige Frischdienst für Molkereiprodukte.
Das erste Fahrzeug, das Dreirad ist bald zu klein geworden und so kaufte man sich einen Opel P4 Kastenwagen.
Eine nette Begebenheit hat sich einmal zugetragen:
Beim Besuch eines Kunden wurde dem Verkäufer erklärt, dass man bei ihm nichts kaufen werde.
Auf seine Frage warum, wurde ihm folgendes gesagt:
„Mo Sia s`letschte Mol in ihr Auto nei gschtiega send, hent se zu ihrem Fahrer gseit:
Der Donnderwedder der wois heit au et was er will“.
Unsere Feuerwehr
Feuerwehren gab es schon früher. Bei einem Brand hatten alle Bewohner der Gemeinde die Pflicht zu helfen.
Im Hause hing griffbereit der Feuereimer, der anfangs aus Leder, später aus Holz war.
Lange Zeit hatte Hattenhofen keine eigene Feuerspritze.
Aus dem Jahr 1785 wissen wir, dass die Gemeinden Boll, Bezgenriet und Hattenhofen gemeinsam nur eine Spritze hatten.
1827 war die Feuerspritze der Gemeinden Bezgenriet und Hattenhofen in Bezgenriet stationiert.
Im Brandfall musste ein Feuerreiter im Nachbarort und die Spritze holen.
Kirchen und Aussegnungshalle
Ägidiuskirche
Die Zeit zwischen dem dritten und dem sechsten Jahrhundert zogen sich die Römer aus dem heutigen südwest-deutschen Gebiet zurück.
Germanische Siedler unterschiedlicher Herkunft ließen sich nieder und verschmolzen zu den Alamannen.
Ägidiuskirche
Im 6. Jh. Kamen die ersten Missionare an den Bodensee, das Christentum breitete sich aus mit Bischofssitz in Konstanz. Das Bistum Konstanz wurde ca. 585 gegründet.
Ägidiuskirche
Wann in Hattenhofen die erste Kapelle oder Kirche gebaut wurde ist nicht festzustellen. Es ist aber bekannt, das sich um das Jahr 800 die ersten Christlichen Gemeinden in dieser Gegend gebildet haben.
Ägidiuskirche
1100 bis 1150 könnte die Kirche von Hattenhofen seine Anfänge haben. Der romanischer Baustil ist noch an manchen Stellen z.B. im Chor unserer Kirche zu erkennen.
Ägidiuskirche
Ein Indiz dass es bereits im 12. Jh. in Hattenhofen eine Kirche gegeben hat, könnte auch der Namen der Kirche sein. Dem heiligen Ägidius wurden in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts viele Kirchen geweiht.
Ägidiuskirche
So kann man daraus schließen, dass auch die Kirche in Hattenhofen in ihren Anfängen auf diese Zeit, also zwischen 1100 und 1150 zurückgeht. Evangelische Kirchen, die aus der Zeit vor der Reformation stammen, tragen meist bis heute den alten Heiligennamen.
Ägidiuskirche
Die Reformatoren und in ihrem Gefolge die evangelische Kirche lehnten es ab Kirchen einem Heiligen zu unterstellen. Viele Kirchen behielten allerdings den Namen auch nach der Reformation.
Ägidiuskirche
der Namensgeber, der Heilige Ägidius, war Mönch und später Abt in dem Kloster dass er gegründet hat in der Provence in Südfrankreich. Er ist 721 gestorben. Sein Grab ist heute noch ein Wallfahrtsort.
Kath. Kirche
Kath. Kirche
Kath. Kirche
Kath. Kirche
Die ehemalige Aussegnungshalle
Aussegnungshalle heute
Aussegnungshalle
Aussegnungshalle
Aussegnungshalle
Aussegnungshalle
Aussegnungshalle
Betriebe und Geschäfte im Dorf
Der ehemalige Kaufladen
Die Eltern von Emil Walter hatten schon vor dem ersten Weltkrieg einen Dorfladen in Hattenhofen. Es war ein sogenanntes Gemischtwarengeschäft.
Der ehemalige Kaufladen
Die Gemeinde zählte damals um die 800 Einwohner um in die Stadt nach Göppingen zu kommen war ein zweistündiger Fußmarsch notwendig. Deshalb waren die Bewohner des Ortes auf ihren Dorfladen angewiesen.
Heute ist hier eine Apotheke untergebracht. Der Bote Frank fuhr mit seinem einfachen Planwagen zweimal wöchentlich nach Göppingen zum Güterbahnhof um Waren zu holen. So versorgte er unter anderem auch den Dorfladen mit Waren. Den Großteil der Waren bildeten die Lebensmittel und Haushaltsartikel.
Apotheke
Wenn dieses Haus erzählen könnte?
Einmal kam ein kleiner Bub mit einem Trinkglas und verlangt für 10 Pfennig Senf. Der Kaufmann war schon fast blind. Aber er konnte das Glas füllen. Dann hielt er dem Kleinen die Hand entgegen und fragte: „Wo hasch dei Geld?“ Des isch im Gläsle undadrin“, war die Antwort.
Apotheke
Nun muss man allerdings wissen, dass der Vater von Emil Walter 40 Jahre seines Lebens blind war. Er war etwa 45 Jahre alt, als sein Augenleiden in völlige Blindheit überging.
Apotheke
Autowerkstatt
Fa. Hagmann
Fa. Hagmann
Holzbau Höfer
Holzbau Höfer
Fensterbau Fauser
Fensterbau Fauser
Ehemalige Metzgerei Fauser
Ehemalige Metzgerei Fauser
Ehemalige Metzgerei Fauser
Postfiliale
Hofladen Läpple
Netto
Kärcher Store
Hattenhofen verfügt über mehrere Brunnen
Der Sauerbrunnen.
Die Quelle des Sauerbrunnens sprudelt schon viele Jahrhunderte. Dr. Johannes Bauthin, der Leibarzt des württembergischen Herzogs hat folgendes geschrieben:
Der Sauerbrunnen.
Nicht weit von Pliensbach, ist ein kleines Dörflein oder Weyer, Rewenstatt genannt, alda es einen Sauerbrunnen hat, welcher sehr gelobt wird.
Der Sauerbrunnen.
Ich versuchte ihn, habe vor dem Nachtessen einen guten Trunk davon getan, er hat mir nicht geschadet. Er hat einen herben Geschmack wie der Brunn zu St. Peter, dem Bistum Straßburg.
Der Sauerbrunnen.
Die Bauern messen ihm einen Geschmack zu, wie Erz oder Kupfer, daher sagen sie, es kupfert. Mich aber dünkt, er schmeckt wie Eisenrost.
Der Haldenbrunnen
Der Brunnen beim Rathaus
Brunnen in Reustadt
Brunnen in Reustadt
Brunnen im Höfle
Kindergarten
Der Kindergarten
1866 beschloss der Gemeinderat beschloss, die 18jährige Kathrine Jauß ein nach Groß-Heppach zur Ausbildung als Kindergärtnerin zu schicken.
Der Kindergarten
Als diese dann 1867 mit gutem Abschluss zurückkam, hatten es sich die bürgerlichen Räte anders überlegt.
Der Kindergarten
Sie lehnten die Einrichtung eines Kindergartens ab, weil der bevorstehende Schulhausbau zu viel Geld kosten werde.
Der Kindergarten
Dem damalige Pfarrer war ein Kindergarten wichtig deshalb hatte wohl angeregt, ein Gesuch an das Königshaus zu schicken mit der bitte um Unterstützung.
Der Kindergarten
So bekam die Gemeinde 50 Gulden jährlich aber nur unter der Bedingung, dass auch die Gemeinde 50 Gulden dazu gibt.
Der Kindergarten
Der Kindergarten
Der Kindergarten
Der Kindergarten
Der Kindergarten
Der Kindergarten
Seniorenzentrum
Bau Seniorenzentrum
Am 26.04.2006 hat der Gemeinderat Hattenhofen eine Entscheidung über die Vergabe für den Bau eines Seniorenzentrums getroffen.
Bau Seniorenzentrum
Am 06. September 2007 wurde der erste Spatenstich für das gemeinsames Seniorenwohnheim in Hattenhofen gefeiert.
Seniorenzentrum
Am 25.01.2008 wurde das Richtfest gefeiert werden und am 01.Oktober 2008 konnte das Seniorenzentrum seinen Betrieb aufnehmen.
Seniorenzentrum
Seniorenzentrum
Seniorenzentrum
Unsere Klärteiche
Unwetter in Hattenhofen
Unwetter zieht heran
Hagel
Hagel
Hagel
Hagel
Hagel
Hagel
Starkregen
Starkregen
Starkregen
Hochwasser
Hochwasser
Hochwasser
Winter in Hattenhofen 2026
In der Nacht von 25. zum 26.01.2026 hat es in Hattenhofen kräftig geschneit, so dass unser Dorf in eine traumhafte Winterlandschaft verwandelt wurde. Der Platz vor dem Rathaus und auch der Brunnen sind mit einer dicken Schneedecke überzogen.
Videos von Hattenhofen und der Umgebung
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Dauerregen und Hochwasserschutz
am Butzbach
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Hommage an Hattenhofen
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Hattenhofen im Wandel
Folge 001
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Hattenhofen im Wandel
Folge 002
Das Rathaus
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Hattenhofen im Wandel
Folge 003
Rathaussanierung
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Hattenhofen im Wandel
Folge 004
Kirche und Widumhof
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Hattenhofen im Wandel
Folge 005
Der Rössleplatz
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Hattenhofen im Wandel
Folge 006
Spaziergang
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Die Klärteiche von Hattenhofen
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Die Seen von Hattenhofen
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Winterwunderland, Hattenhofen und Umgebung
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Schmetterlinge im Ländle
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Vögel im Ländle